Episode

#123 Toxische Weiblichkeit: Wie supporten wir uns?

Podcast
Flexikon
Published
Jun 9, 2026
Duration seconds
3679
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Summary

In einer besseren Welt wäre Stutenbissigkeit nicht mehr als ein Begriff, der unter den Top 5 der Boomerwörter 2026 gelandet ist. Eine schwache Erinnerung an die Zeit, in der Frauen in Vorstandssitzungen allenfalls für die Versorgung mit Filterkaffee und Kaffeeweisser zuständig waren, sonst aber keine tragende Rolle gespielt haben. Surprise: Leider nicht. Denn noch immer machen sich Frauen gegenseitig das Leben schwer auf der Jagd nach einem angesehenen Plätzchen in der Gesellschaft. Der Konkurrenzkampf zwischen Frauen wird eher selten über ein illegales Autorennen oder Armdrücken verhandelt. Das können wir subtiler! Wer als Frau geschätzt werden will, ist am besten leise, dünn, eine aufopfernde Mutter mit Sinn fürs gemütliche Heim. Und darin die beste zu werden, heißt vor allen Dingen, die Konkurrenz zu entwerten. In dieser Folge kärchern wir die toxische Weiblichkeit mit mindestens 160 Bar und 500 Liter Trinkwasser aus euch heraus. Und mit der Hilfe von Elena Carrière. 2016 ist sie eher nebenbei in die 11. Staffel „Germany’s Next Topmodel“ gestolpert und als zweitplatzierte wieder raus. Elena war menschgewordener Rage Bait, bevor es das Wort überhaupt gab. Das Format ist ja eh schon ein Beispiel für toxisches Verhalten unter Frauen unter Laborbedingungen. An Elena haben sich die Mitkandidatinnen aber noch einmal ganz besonders sorgfältig abgearbeitet. Im Flexikon erzählt sie, wie sie das damals empfunden hat, wie wichtig es ihr heute ist, patriarchale Strukturen zu hinterfragen, am eigenen Selbstwert zu arbeiten und Frauencommunities zu stärken. Für diese Verbundenheit unter Frauen plädiert auch Dr. Franziska Schutzbach, „Revolution der Verbundenheit – wie weibliche Solidarität die Gesellschaft verändert“ ist eines der neueren Bücher der Geschlechterforscherin. Sie be…