Episode

Wie chinesisch wird unsere Wirtschaft? Mit Joe Kaeser

Podcast
Table Today – mit Michael Bröcker und Helene Bubrowski
Published
Jun 27, 2026
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2132
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Summary

Joe Kaeser, langjähriger CEO von Siemens und heute Aufsichtsratsvorsitzender bei Siemens Energy und Daimler Truck, ordnet seinen vielzitierten Satz über chinesische Arbeitsplätze ein. Wer in Deutschland investiert, Steuern zahlt und nach deutschen Regeln agiert, sei willkommen – egal woher das Kapital stammt: „Wenn es hier chinesische Unternehmen gibt, die in Deutschland investieren wollen, die in Deutschland Arbeitsplätze schaffen wollen, die in Deutschland zu den Bedingungen, wie wir sie in unserem Land haben, auch agieren und Geschäfte machen wollen, dann ist es doch eigentlich gut, dass wir auch diese Unternehmen hier einladen, um genau diese Wertschöpfung für unser Land unter anderem auch zu erreichen." Das chinesische Exportmodell sieht Kaeser als Spiegelbild des deutschen Wirtschaftswunders – und plädiert statt Handelsbeschränkungen für Reziprozität: gleiche Bedingungen für alle, dann möge das bessere Team gewinnen. [06:54] Heike Freund, Chief Operating Officer von Marvel Fusion, ist überzeugt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass wir in den nächsten zehn Jahren irgendwo auf der Welt funktionierende Fusionskraftwerke sehen werden, ist deutlich höher, als dass wir keine sehen werden." Das Münchner Startup baut gerade für 150 Millionen US-Dollar die ATLAS-Laseranlage an der Colorado State University in Fort Collins – der entscheidende Technologiedemonstrator soll noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Das Pilotkraftwerk selbst soll in Deutschland entstehen: Die Bundesregierung hat bis zu neun Milliarden Euro öffentliche Förderung für Fusion bis 2036 in Aussicht gestellt – Forschungsministerin Dorothee Bär hat meilensteinbasierte Förderprogramme angekündigt, deren Umsetzung mit darüber entscheidet, ob Deutschland beim Rennen um das erste kommerzielle Fusionskraftwerk…