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Trotz Krisen einen kühlen Kopf bewahren: Dr. Nina-Kathrin Wienkoop über ihre Tätigkeit als Protestforscherin

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Studium und dann?
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Mar 20, 2026
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Warum gehen Menschen demonstrieren, und können Demonstrationen wirklich etwas gegen den Rechtsruck und die daraus erwachsende Gefährdung unserer Demokratie ausrichten? Das sind die Fragen, mit denen sich Dr. Nina-Kathrin Wienkoop täglich auseinandersetzt. Als Politikwissenschaftlerin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Vorstandsmitglied des Instituts für Protest und Bewegungsforschung (ipb) beobachtet sie Demonstrationen nicht nur, sondern analysiert sie und befragt systematisch Demonstrierende, so auch bei den „Demos gegen rechts", die medial große Aufmerksamkeit erhalten haben. Wie sich ihre Arbeit in diesem Kontext konkret gestaltet, welche Erkenntnisse sie dabei gewinnt und warum sie seitdem als Privatperson häufig nur noch ohne Schild an Demonstrationen teilnimmt, erzählt sie in dieser Episode. Ihren akademischen Weg begann Nina mit einem Bachelorstudium in Ethnologie und Politikwissenschaften in Göttingen und einem anschließenden Master in Politischer Wissenschaft und Regierung an der Freien Universität Berlin. Hier kam sie im Rahmen der Friedens- und Konfliktforschung das erste Mal mit dem Thema Gruppendynamiken in Berührung: Wie entstehen diese, wer setzt sich durch, wer organisiert sich, wer bleibt still? Diese Fragen wurden schließlich die Grundlage für das, was in Ninas Promotion folgte: Für ihre Dissertation an der Leuphana Universität Lüneburg untersuchte sie, wie Protestbewegungen in Ländern, in denen demokratische Institutionen unter Druck geraten, als Schutzschild gegen die Aushöhlung der Demokratie wirken können. Konkret analysierte sie, was passiert, wenn Präsident:innen versuchen, nach Ablauf ihrer in der Verfassung festgesetzten Amtszeit weiter zu regieren, und welche Rolle zivilgesellschaftliche Mobilisierung dabei spielt…