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Die Welt zum Guten verändern: Julia Selle über Kinderrechte, Nachhaltigkeit und den Sprung vom Großkonzern in die NGO-Welt
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- Studium und dann?
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- Apr 10, 2026
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Summary
Ein Dorf in Zimbabwe. Hier haben seit jeher alte Männer das letzte Wort, wenn es um die Angelegenheiten der Familien geht, dass gerade sie dieses Privileg einsetzen würden, um gegen Kinderehen vorzugehen, hätte unser Interviewgast Julia Selle nicht erwartet. Dennoch erlebte sie während ihrer Arbeit für die Hilfsorganisation Plan International Deutschland vor Ort mit, wie die Gemeindeältesten ein Netzwerk über Dorfgrenzen hinweg bildeten, das Mädchen vor einer der schlimmsten Praktiken der Welt schützt. Solche Momente sind es, die sie in ihrer Arbeit antreiben und die der Grund sind, warum sie ihren Weg vom Großkonzern in die Welt der gemeinnützigen NGOs (non-governmental organizations) nie bereut hat. Heute ist Julia Geschäftsführerin der Stiftung Hilfe mit Plan bei Plan International Deutschland, einer Kinderrechtsorganisation, die in über 45 Ländern aktiv ist und sich besonders für Frauen und Mädchen im globalen Süden einsetzt. In ihrer Rolle verantwortet sie Strategie, Finanzen und Personal, pflegt Beziehungen zu Unterstützenden und repräsentiert die Stiftung nach außen. Was sie dabei am meisten begeistert, ist die Zusammenarbeit mit unterschiedlichsten Menschen, sowohl mit ihren Teammitgliedern als auch jenen, die ihre Arbeit durch ihre finanzielle und anderweitige Unterstützung, z.B. im Rahmen von Patenschaften, überhaupt erst möglich machen. Bevor sie diese Position antrat, war Julia fast elf Jahre lang jedoch in einem ganz anderen Umfeld tätig: Sie arbeitete bei der Metro AG, zunächst in der Unternehmenskommunikation, später im Bereich Corporate Social Responsibility. Hier war Julia Teil eines großen internationalen Konzerns mit entsprechenden hierarchischen Strukturen und fand heraus, dass ihr Herz viel mehr für soziale Projekte schlug: Schon bei Metro hatte si…