Episode
Der Giftpfleger aus Niedersachsen - Niels Högel
- Published
- Dec 31, 2025
- Duration seconds
- 2453
- Processing state
not_requested
Actions
POST https://stenobird.com/v1/public/podcasts/serienkiller-m-rder-und-ihre-geschichten-6943223/episodes/der-giftpfleger-aus-niedersachsen-niels-h-gel/transcription-requests
Idempotently request low-priority transcript generation for this episode.GET https://stenobird.com/podcast/serienkiller-m-rder-und-ihre-geschichten-6943223/der-giftpfleger-aus-niedersachsen-niels-h-gel.md
Read the agent-friendly Markdown representation of this episode resource.
Summary
Am 22. Juni 2005 betritt Krankenschwester Renate T. das Zimmer eines Patienten auf der Intensivstation in Delmenhorst. Was sie sieht, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Der eigentlich stabile Patient schwebt in Lebensgefahr, der Perfusor mit dem lebenswichtigen Medikament ist abgestellt. Im Medikamentenschrank fehlt eine Packung Gilurytmal – ein Herzmedikament, das bei Überdosierung tödlich sein kann. In diesem Moment ahnt sie noch nicht, dass sie gerade Deutschlands größten Serienmörder der Nachkriegszeit bei der Tat ertappt hat. Niels Högel wurde 1976 in Wilhelmshaven geboren und wuchs in einer Pflegefamilie auf – sein Vater war Krankenpfleger aus Überzeugung, die Großmutter ebenfalls Krankenschwester. Der junge Niels galt als nett, hilfsbereit und sozial unauffällig. Er spielte Fußball, hatte Freunde und entschied sich nach der Schule für eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Doch hinter der freundlichen Fassade verbarg sich eine tiefe Störung. Högel entwickelte eine krankhafte Gier nach Anerkennung und Bewunderung. Er versetzte Patienten gezielt mit Herzmedikamenten in lebensbedrohliche Zustände, um sie anschließend heroisch zu reanimieren. Er wollte der Held sein, der Leben rettet – selbst wenn er diese Leben zuvor selbst in Gefahr gebracht hatte. Zwischen 2000 und 2005 arbeitete Högel zunächst am Klinikum Oldenburg, später am Klinikum Delmenhorst. Trotz eindeutiger Hinweise auf die gehäuften Todesfälle und Reanimationen in seinen Schichten griff niemand ein. Als die Statistiken in Oldenburg zu auffällig wurden, erhielt Högel ein positives Arbeitszeugnis und wechselte nach Delmenhorst – wo er seine Mordserie fortsetzte. 2008 wurde Högel zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch erst Jahre später kam das wahre Ausmaß ans Licht: 2019 wurde er wegen 85 Morden verur…