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Marin Alsop dirigiert Clyne, Barber und Schostakowitsch
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- Sep 21, 2026
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Summary
Sie sind lustige Verkleidungen oder lebensrettende Narrenkappen – hinter Masken lauert oft Verborgenes. Nicht so bei Anna Clyne. Die Londoner Vergnügungsgärten des 18. Jahrhunderts forderten sie 2013 zu einem kurzen, ausgelassenen Spiel heraus, bestehend einfach aus Tanz und Musik. Ganz anders bei Dmitri Schostakowitsch. Die pausbäckige Fröhlichkeit der Sinfonie Nr. 5 wirkt aufgesetzt, erzwungen. Der Komponist hat mit dem Werk nichts weniger als sein Leben während der Stalin-Ära gerettet. Wütend, wie ein unfreiwilliger, herausgeprügelter Jubel, muss deren Schlussapotheose klingen. Ihren liebsten Komponisten, so nennen die Amerikaner Samuel Barber – nicht nur wegen des berühmten Adagios für Streicher. Das Violinkonzert, eines der schönsten aus den 1930er-Jahren, dem Violinkonzert-Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, beschert Gänsehautmomente mit schwelgerischem Gestus und süffigen Melodien.