Episode
Folge 63: Die Braunen, die Roten und der Frust - Die Jugend scheißt auf die Mitte!
- Podcast
- Mauerecho – Ost trifft West
- Published
- Sep 24, 2026
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- 4496
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Summary
Die Mitte verliert die Jugend. Und sie sollte sich nicht einreden, das liege bloß an einem schlechten Social-Media-Auftritt im Wahlkampf. Das Wahljahr 2026 war kein Jahr der Gleichgültigkeit. Im Gegenteil: Die Wahlbeteiligung stieg in allen fünf Ländern. In Sachsen-Anhalt um 17,5 Punkte auf 77,8 Prozent, in Berlin um 11,3 Punkte, in Mecklenburg-Vorpommern um 7,3 Punkte. Menschen sind nicht politikmüde. Sie treffen nur andere Entscheidungen, als die Mitte gehofft hatte. Woher soll die Zuwendung junger Menschen zur Mitte auch kommen? Die Trendstudie „Jugend in Deutschland“ hat herausgefunden, dass ein Drittel der 14- bis 29-Jährigen psychologische Behandlung benötigt. Ein Fünftel denkt darüber nach, auszuwandern, um im Ausland bessere Zukunftsperspektiven zu finden, die sie hier offenbar nicht mehr sehen. Das beobachtet auch Phil, der auf seinen Social-Media-Kanälen Politik und politische Kommunikation einordnet und selbst noch studiert: „Junge Menschen brauchen eine Perspektive. […] Wenn ich mir mein Studium nicht finanzieren kann, obwohl ich zwei bis drei Jobs arbeite, dann werde ich frustriert. […] Wenn ich von meinem Ausbildungsgehalt nicht bei meinen Eltern ausziehen kann, weil es nicht reicht, dann haben wir ein Problem.“ Besonders deutlich wird das bei jungen Wählerinnen und Wählern in Mecklenburg-Vorpommern: Hier kam die CDU bei den Unter-30-Jährigen auf zwei Prozent. In Sachsen-Anhalt erreichte die SPD in der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen neun Prozent. Die AfD lag dort bei 44 Prozent, in MV bei 37 Prozent. Gleichzeitig wählten in Berlin 47 Prozent der jungen Menschen die Linke. Junge Menschen fehlen aber nicht nur in den Wahlergebnissen der Mitte. Sie fehlen oft auch auf Listen, in Entscheidungsräumen und als Adressatinnen und Adressaten politischer Angebote. D…