Episode
038 Gelée Royale: die teure Spezialnische der Imkerei
- Podcast
- Honigraum
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- Jul 30, 2026
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Summary
Neben Honig, Wachs und Propolis gibt es ein Bienenprodukt, das kaum ein Hobbyimker je erntet: Gelée Royale, auch Königinnenfuttersaft genannt. Markus Habermehl nimmt sich in dieser Honigraum-Folge die Frage vor, ob sich diese Nische für kleine Imkereien überhaupt lohnt. Biologisch entsteht Gelée Royale in den speziellen Königinnenzellen während der Königinnenzucht und wird nur in winzigen Mengen produziert. Genau das macht die Ernte extrem arbeitsintensiv: viel Handarbeit für sehr wenig Ertrag. Dazu kommen hohe Anforderungen an Kühlung, Lagerung und Hygiene, denn das Produkt ist empfindlich und verdirbt schnell. Ein Punkt, den Markus besonders betont: Gesundheitsbezogene Werbeaussagen beim Verkauf sind rechtlich heikel. Wer Gelée Royale als Nahrungsergänzung mit gesundheitlichem Nutzen bewirbt, bewegt sich schnell auf dünnem Eis. Sein Fazit fällt nüchtern aus. Für die meisten Hobby- und Nebenerwerbsimker bleibt Gelée Royale eher eine Liebhabernische als ein tragfähiges Geschäftsmodell. Der Aufwand steht in keinem guten Verhältnis zum Ertrag, wenn man es nicht im großen Stil betreibt. Am Rande erwähnt er noch Apilanil, ein Spezialprodukt aus Drohnenbrut, das in Deutschland kaum verbreitet und für die meisten Imker eher eine Kuriosität ist. Sein Rat an alle, die mit dem Gedanken spielen: Gelée Royale ist faszinierend, aber für kleine Betriebe kein Hauptstandbein.