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Warum bei vielen Notrufen kein Notarzt nötig ist

Podcast
Hörgang
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Sep 23, 2026
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1578
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Summary

Wer den Notruf 144 wählt, erwartet vor allem eines: schnelle Hilfe. Doch wer tatsächlich zum Einsatz fährt, ist zunehmend Gegenstand einer fachlichen Debatte. Im Hörgang spricht Mario Krammel, Chefarzt der Berufsrettung Wien und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Notfall- und Katastrophenmedizin, über die Zukunft der Notfallversorgung in Österreich. Der Hintergrund: Die Zahl der Einsätze steigt kontinuierlich, während Notärztinnen und Notärzte dort gebraucht werden, wo jede Minute über Leben und Tod entscheidet. Viele Aufgaben können heute bereits speziell ausgebildete Notfallsanitäter eigenverantwortlich übernehmen, von Schmerztherapien bis zur Verabreichung bestimmter Medikamente. Krammell plädiert deshalb für eine Reform des Sanitätergesetzes und eine deutlich längere Ausbildung in der Notfallrettung. Gleichzeitig sieht er in der Telemedizin großes Potenzial: Telenotärzte könnten künftig bei weniger kritischen Einsätzen unterstützen und ärztliche Ressourcen gezielter verfügbar machen. Anhand konkreter Beispiele berichtet Krammell auch von neuen Möglichkeiten der präklinischen Notfallmedizin. Entscheidend sei jedoch, dass Reformen letztlich den Patientinnen und Patienten zugutekommen: durch schnellere Hilfe, besser ausgebildete Teams und einen effizienteren Einsatz knapper Ressourcen.