Episode

#119 ADHS, Autismus…: Warum sind auf einmal alle neurodivergent?

Podcast
Flexikon
Published
Apr 14, 2026
Duration seconds
4202
Processing state
not_requested
Canonical source
https://www.ndr.de/n-joy/119-adhs-autismus-warum-sind-auf-einmal-alle-neurodivergent,audio-3224796.html
Audio
https://ndr-podcast.ard-mcdn.de/progressive/2026/0413/AU-20260413-1530-3800.mp3
JSON
/v1/public/podcasts/flexikon-4432482/episodes/119-adhs-autismus-warum-sind-auf-einmal-alle-neurodivergent
Markdown
/podcast/flexikon-4432482/119-adhs-autismus-warum-sind-auf-einmal-alle-neurodivergent.md

Actions

  • POST https://stenobird.com/v1/public/podcasts/flexikon-4432482/episodes/119-adhs-autismus-warum-sind-auf-einmal-alle-neurodivergent/transcription-requests
    Idempotently request low-priority transcript generation for this episode.
  • GET https://stenobird.com/podcast/flexikon-4432482/119-adhs-autismus-warum-sind-auf-einmal-alle-neurodivergent.md
    Read the agent-friendly Markdown representation of this episode resource.

Summary

Gefühlt fast über Nacht haben die Stressigen eine Diagnose bekommen: ADHS. Und jetzt? Ist eine ADHS-Diagnose sowas wie die Bahncard 100 fürs Dazwischenreden und alles liegenlassen? Eine Ausrede für unbezahlte Rechnungen und die nächste 5 in Mathe? Na, wenn wir das hier so provokant fragen, wahrscheinlich nicht. Eine Diagnose ist schon einmal einer Erleichterung. Viele neurodivergente Menschen fühlen sich ständig fehl am Platz und scheitern beim Versuch sich anzupassen. Leute mit ADHS gelten als faul, Autist:innen als kalt und unempathisch. Turns out: Das Gegenteil ist der Fall. Kaum jemand entspricht den ADHS-Klischees so wenig wie Judith Holofernes: Die „Wir sind Helden“-Sängerin ist so ziemlich der liebenswerteste, unkomplizierteste, bodenständigste Popstar unter Gottes Sonne. Sie hat scheinbar alles im Griff. Aber seit ihrer Kindheit muss sie sich ihr ihr unkompliziertes Auftreten hart erarbeiten, Vor 4 Jahren hat Judith ihre Diagnose bekommen. Seitdem ist sie viel nachsichtiger mit sich selbst und findet: Auch die anderen können sich mal anpassen! Ihre ADHS-Geschichte erzählt sie nah wie selbstironisch in ihrem Roman „Hummelhirn“. Aber beim Schreiben sind auch schon einige Tränen geflossen, erzählt Judith in dieser Flexikonfolge. Mark und Ines Benecke setzen sich für ein Autismus-freundliches Umfeld ein. Der Kriminalbiologe verortet sich selbst im Autismus-Spektrum, seine Frau ist diagnostizierte Autistin. Ines zieht einem Vorurteil schon mal zu Beginn des Gesprächs den Stecker: Autist:innen seien gefühlskalt. Im Gegenteil, sagt sie. Sie sind sogar außergewöhnlich gefühlsbetont. Sie bauen nicht selten sogar Bindung zu einem Gegenstand auf, und kaufen die letzte Dose Tomatenmark damit sie nicht so einsam ist. Prof. Dr. André Frank Zimpel kann diese Einschätzung nur…