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97: Wolfspolitik im freien Fall

Podcast
Der Wolfspodcast
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May 22, 2026
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Summary

In dieser Folge trifft Sabine wieder auf eine, die weiß, wie es läuft in Behörden und in der Politik: Regierungsoberamtsrätin, Diplomverwaltungswirtin & Insiderin Ines. Sie kennt nicht nur Paragrafen, sondern auch die politischen Mechanismen dahinter. Gemeinsam nehmen die beiden eine Reihe aktueller Fälle auseinander, die Fragen aufwerfen. Die Stationen: Hamburg, Olpe, Greifenstein in Nordhessen, die Grafschaft Bentheim, Füssen und das Oberallgäu. Außerdem im Fokus: das neue Bundesjagdgesetz. Was sich für Jägerinnen und Jäger tatsächlich ändert – und wo die Grenzen liegen. Und dann, kurz vor Veröffentlichung dieser Folge, eine Nachricht aus Berlin, die alles verändert: Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer stellt neue Empfehlungen für wolfsabweisende Zäune vor – mit potenziell weitreichenden Folgen für Weidetierhaltende und den Wolfsschutz insgesamt. Bedeutet das das Ende der bisherigen Herdenschutzförderung? Sabine und Ines gehen in die Verlängerung, schieben eine Spätschicht im Studio ein und ordnen ein, was diese Entwicklung wirklich bedeutet. Den Anfang macht Sachsen-Anhalt: Ein getöteter Wolf wird offenbar zur Trophäe gemacht. Kopf, Beine und Schwanz abgetrennt, der Rumpf erst auf Druck an das Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) übergeben. Ein Einzelfall – oder ein beunruhigendes Signal für den Umgang mit einer streng geschützten Art? Auch Bayern liefert Gesprächsstoff: In Füssen taucht frühmorgens ein Wolf in der Fußgängerzone auf. Behörden und Medien reagieren mit den üblichen warnenden Tönen. Doch reicht eine solche Sichtung wirklich aus, um eine Entnahme zu rechtfertigen? Im Oberallgäu ist man bereits weiter: Dort liegt eine Abschussverfügung vor – beschlossen Ende April, veröffentlicht erst Wochen später. Sie gilt für einen Wolf in einem großflächigen Gebie…