Episode

Schabbat Wa'etchanan || Höre Israel – das Eine, das alles trägt

Podcast
Das Wort zum Schabbat
Published
Jul 24, 2026
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2341
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Summary

Rabbiner Dr. Jehoschua Ahrens legt den Wochenabschnitt Wa’etchanan (5. Mose 3,23–7,11) aus und wählt aus der Fülle der Themen das Schma Jisrael als Zentrum. Er betont zunächst, dass es sich beim Beginn des Sefer Dewarim um ganz persönliche Abschiedsreden von Mose handelt – bemerkenswert für jemanden, der sich am Dornbusch selbst als „kein Mann der Worte“ bezeichnet hat und nun doch mit „ele dewarim“ spricht. Das Schma Jisrael (Kap. 6,4) ist für Ahrens das wichtigste jüdische Gebet, obwohl das Judentum eigentlich kein Glaubensbekenntnis kennt. Es ist gleichermaßen Bekenntnis, Aufschrei in schwierigen Zeiten und – neben dem Tischdank eines von nur zwei Gebeten aus der Tora selbst – geboten, morgens und abends zu sprechen. Es enthält die Verpflichtung zu Tefillin und Mesusa. Anhand des Talmud (Sukka 42a) zeigt der Rabbiner, dass Kinder es als eines der ersten Gebete lernen; die ergreifende Geschichte von Rabbiner Eliezer Silver, der nach der Schoah versteckte jüdische Kinder durch das gemeinsame Rezitieren des Schma wiedererkennt, unterstreicht dessen identitätsstiftende Tiefe. Das schwierige Wort „echad“ (eins) deutet Ahrens mit Maimonides und Leibowitz als qualitative, transzendente Einzigkeit Gottes. Nach dem Tiferet Israel (Rabbiner Israel Lipschitz) enthält der Vers drei Glaubensgrundsätze: Offenbarung und Hören, die Eigenschaften Gottes (Barmherzigkeit und Gerechtigkeit) sowie die Unsterblichkeit der einen Seele. Die in der Tora-Rolle größer geschriebenen Buchstaben Ajin und Dalet ergeben „Ed“ – „Zeuge“: Wer das Schma spricht, bezeugt Gott. Entscheidend ist für Ahrens die Einheit von Glaube, Liebe und Tat: Man soll „Recht und Gut” auch über das Gesetz hinaus tun (Raschi, Ramban). Das Extrembeispiel der Gottesliebe „mit ganzer Seele“ ist der Märtyrertod Rabbi Akiwas…