Episode
Schabbat Ki Tawo || Sei still und höre
- Podcast
- Das Wort zum Schabbat
- Published
- Aug 28, 2026
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- 1987
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Summary
Die Auslegung zur Parascha Ki Tawo wurde am 4. September 2020 aufgezeichnet. Rabbiner Andrew Steiman verbindet den Wochenabschnitt Ki Tawo (5. Mose 26,1–29,8) mit dem Monat Elul, der Vorbereitungszeit auf die Hohen Feiertage. Er stellt zunächst den Schofar vor – kein Blechblasinstrument, sondern das ausgehöhlte Horn eines koscheren Tieres. Steiman bläst ein Widderhorn aus Israel sowie ein Antilopenhorn aus Äthiopien und erklärt die drei Töne Tekija , Schwarim und Teruah . Nach Rambam sei der Schofar ein Gebet ohne Worte: der lange Tekija stehe für das Bleibende, der zerbrochene Teruah für das, was man loslassen muss, der Zwischenton Schwarim für notwendige Kompromisse. Jeder Mensch höre darin etwas anderes – so wie in der Tora, in der jede Auslegung heilig sei. Der Vers „Sei still und höre Israel“ (Dtn 27,9) rückt ins Zentrum. Steiman deutet ihn im Licht der Corona-Pandemie: Als die Flugzeuge über seinem Wohnort in der Frankfurter Einflugschneise verstummten, seien plötzlich die Vögel wieder zu hören gewesen. Er unterscheidet zwischen Hören und Zuhören – im Hebräischen im Wort Schma zusammengefasst – und verweist auf Isaaks Segnung Jakobs, wo die Stimme zum entscheidenden Sinn wird. Aufmerksamkeit heißt im Hebräischen Sim lev , „gib ein Herz“. Der Text „Wenn du in das Land kommst“ wird zeitlich weitergedacht: Auch das neue Jahr sei ein Land, in das man einziehe. Steiman verknüpft dies mit Habermas’ Theorie der Kommunikation und der Fähigkeit zu schweigen, und mit einer Anekdote über Chaim Weizmann und Albert Einstein, in der es ums Zuhören und Verstehen geht. Beten schließlich, so zitiert er Buber und Rambam, sei Dialog: Wir hören zu, wie Gott uns zuhört – das hebräische Lehitpalel ist reflexiv. Ich ergänze, in einem „Stimmengewitter“ moderner Reizüberflutung brauche d…