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Die Sehnsucht nach Sinn und Trost bleibt - Gespräch mit Matthias Drobinski

Podcast
Blick in die Bibel
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Aug 14, 2026
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Summary

Religion verliert in Westeuropa an Bedeutung – doch die Sehnsucht nach Sinn, Trost und Orientierung bleibt. Für den Chefredakteur von Publik-Forum Matthias Drobinski beschreibt der Begriff der „religiösen Indifferenz“ zwar treffend, dass viele Menschen Gott nicht mehr aktiv suchen. Gleichzeitig verschwinden grundlegende Fragen des Lebens nicht, sondern richten sich auf andere Bereiche wie Familie, Gemeinschaft oder gesellschaftliches Engagement. Glauben lasse sich deshalb vor allem durch gelebte Erfahrungen weitergeben, weniger durch Belehrung. Auch wenn viele junge Menschen der Kirche den Rücken kehren, blieben Werte wie Solidarität oder Verantwortung oft erhalten.Mit Blick auf das Tagesevangelium vom 14. August plädiert er für eine zeitgemäße Auslegung biblischer Texte. Die Forderung nach lebenslanger Treue gelte auch für gleichgeschlechtliche Paare und spreche nicht gegen deren Segnung. Jesu Worte zur Scheidung versteht er vor allem als Schutz der damals rechtlosen Frauen – nicht als starres Verbot für Menschen, deren Beziehungen gescheitert oder zerstörerisch geworden sind. Entscheidend sei, den Geist der Botschaft ernst zu nehmen, statt einzelne Bibelstellen wörtlich zu verabsolutieren.Aus dem Matthäusevangelium In jener Zeit kamen Pharisäer zu Jesus, um ihn zu versuchen, und fragten: Darf man seine Frau aus jedem beliebigen Grund aus der Ehe entlassen? Er antwortete: Habt ihr nicht gelesen, dass der Schöpfer den Menschen am Anfang männlich und weiblich erschaffen hat und dass er gesagt hat: Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden und die zwei werden ein Fleisch sein? Sie sind also nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was aber Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen. Sie sagten zu ihm: Wozu hat dann Mose vorgesch…