Episode

LIZENZ ZUR RETTUNG DER WÖLFE

Podcast
Die beste Liga der Welt
Published
Apr 9, 2026
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1747
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Summary

Vier Trainer in einer Saison. Eine Zahl, die sich liest wie ein Betriebsunfall – und doch ist sie beim Wolfsberger AC längst Realität. Auf Didi Kühbauer folgte Peter Pacult, dann Ismail Atalan – und nun also Thomas Silberberger. Ein ständiges Suchen, ein permanentes Korrigieren, das mehr über die Struktur erzählt als über die Trainer selbst. Denn mit jeder neuen Entscheidung wächst der Eindruck, dass hier nicht nur auf der Bank, sondern im Fundament etwas fehlt. Präsident Dietmar Riegler zieht zum vierten Mal die Reißleine – und liefert damit unweigerlich auch ein Eingeständnis. Die Auswahl, die Sondierung, vielleicht sogar die grundsätzliche Idee dahinter: alles wirkt fragmentiert, nie zu Ende gedacht. Während andernorts in Strukturen, in Manpower, in sportliche Führung investiert wird, blieb es in Wolfsberg oft beim Improvisieren. Ein Klub ohne klar definierten sportlichen Kurs, ohne Sportdirektor, ohne nachhaltige Architektur – dafür mit einem VIP-Club, der sinnbildlich für ein Investment steht was lediglich für das Präsidium glänzt. Was folgt, ist ein fast schon erratisches Pendeln der Profile. Vom erfolgreichen Kühbauer, der für Stabilität stand, hin zur Sehnsucht nach Autorität, Erfahrung, „altem Schlag“. Dann der Bruch: ein Trainer, der angeblich stärker auf Spielidee und Konzept setzt. Und schließlich wieder zurück zum Ursprünglichen – jemand, der die Kabine erreicht, der ordnet, der schlicht funktioniert. Dieses permanente Flippen zwischen Ansätzen ist kein Stilmittel, sondern Symptom. Und es erklärt, warum der WAC heute dort steht, wo er steht: im Abstiegskampf, näher am Abgrund, als es sich ein Klub mit dieser Geschichte in der nahen Vergangenheit eingestehen will. Silberberger ist nun die nächste Hoffnung. Kein schlechter Trainer, gewiss nicht. Aber auch er…