Episode
Schabbat Wajischlach || Beten, Schenken, Kämpfen: Jakobs dreifache Strategie
- Podcast
- Das Wort zum Schabbat
- Published
- Dec 5, 2025
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Summary
Kantor Amnon Seelig widmet sich im „Wort zum Schabbat“ dem Tora-Wochenabschnitt Wajischlach in 1. Mose 32,4–36,43 und beleuchtet die zutiefst menschliche Seite des biblischen Erzvaters Jakob. Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der Übersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anhören: https://plus.ahavta.com/p/wajischlach-2f3 Im Zentrum steht Jakobs bevorstehende Begegnung mit seinem Zwillingsbruder Esau , den er seit 20 Jahren nicht gesehen hat. Die letzte Erinnerung an Esau ist dessen Morddrohung, weshalb Jakob verständlicherweise große Angst verspürt. Seelig betont, dass die Tora hier keinen unerschütterlichen Heiligen zeichnet, sondern einen Menschen voller Widersprüche und Furcht. Obwohl Jakob göttliche Zusagen erhalten hat, fürchtet er sich. Diese Darstellung biblischer Figuren als fehlbare Menschen, die trotz ihres Glaubens Ängste durchleben, macht sie laut Seelig besonders nahbar. Jakob überlässt in dieser existenzbedrohenden Situation nichts dem Zufall. Er verlässt sich nicht allein auf Gott, sondern ergreift aktiv Maßnahmen. Unter Berufung auf den berühmten Tora-Kommentator Raschi erläutert Seelig, dass Jakob sich auf drei verschiedene Weisen („ drei Dinge “) auf das Zusammentreffen vorbereitet: durch Gebet, durch Geschenke und durch Kriegsvorbereitung . Diese dreifache Strategie verdeutlicht, dass spirituelles Vertrauen und pragmatisches Handeln im Judentum Hand in Hand gehen. Zunächst wendet sich Jakob im Gebet an Gott. Er erinnert den Ewigen an dessen frühere Versprechen, ihn zu beschützen und ihm wohlzutun. Jakob zeigt sich demütig ( „Zu gering bin ich für alle Gnade“ ) und bittet explizit um Rettung aus der Hand seines Bruders. Er weiß, dass ohne göttlichen Beistand alle menschlichen Pläne scheitern k…