Episode

Schabbat Bo || Wer gehört dazu? Über Identität, Abgrenzung und den 7. Oktober

Podcast
Das Wort zum Schabbat
Published
Jan 23, 2026
Duration seconds
1352
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https://plus.ahavta.com/p/bo-wer-gehoert-dazu
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Summary

Kantor Amnon Seelig spricht über den Wochenabschnitt Bo , „Komm“, 2. Mose 10,1–13,16 . Wie beginnen mit einer sprachlichen Beobachtung: Der Name der Parascha bedeutet „Komm!“ und nicht „Geh!“. Gott fordert Mose also auf, zum Pharao zu „kommen“. Bei ahavta - Begegnungen kannst du den Tora-Abschnitt der Woche in der Übersetzung durch Samson Raphael Hirsch lesen und sogar als Podcast anhören: https://open.substack.com/pub/ahavta/p/bo-d13 Amnon konzentriert sich auf eine jüdische Auslegung (Midrasch), die eine bemerkenswerte Lücke im biblischen Text füllt. Die Tora beschreibt eine dreitägige Finsternis, die so dicht ist, dass die Ägypter sich nicht bewegen können, während die Israeliten Licht haben. Raschi , der bedeutendenste Kommentator der Tora, erklärt hierzu, dass Gott diese Dunkelheit nutzte, um jene Israeliten sterben zu lassen, die Ägypten nicht verlassen wollten. Dies geschah im Verborgenen, damit die Ägypter nicht spotteten, dass auch die Israeliten bestraft würden. Daraus ergibt sich eine theologische Frage, die Amnon aufwirft: Wenn Gott die Sünder unter dem Volk tötete, warum überlebten dann nicht ausschließlich „gute“ Menschen? Die Antwort findet er beim Rosch ( Rabbi Ascher ben Jechiel ). Dieser erklärt, dass selbst sündige Israeliten gerettet wurden, solange sie die „Hoffnung auf Erlösung“ nicht aufgaben. Diese Hoffnung markiert für Seelig die entscheidende Grenze der Zugehörigkeit: Wer an die Zukunft und Erlösung des Volkes glaubt, gehört dazu, auch als Sünder. Seelig verknüpft dies mit der Pessach-Haggada und dem „bösen Kind“. Dieses fragt: „Was soll euch dieser Dienst?“, und schließt sich durch das „Euch“ selbst aus der Gemeinschaft aus. Wer sich innerlich abwendet, so Seelig, kappt die Verbindung zur Erlösung. Diese Gedanken überträgt der Kantor auch auf…