Episode
Schabbat Behar & Bechukotai || Eine Schule des Vertrauens
- Podcast
- Das Wort zum Schabbat
- Published
- May 8, 2026
- Duration seconds
- 1571
- Processing state
not_requested
Actions
POST https://stenobird.com/v1/public/podcasts/das-wort-zum-schabbat-6723721/episodes/schabbat-behar-bechukotai-eine-schule-des-vertrauens/transcription-requests
Idempotently request low-priority transcript generation for this episode.GET https://stenobird.com/podcast/das-wort-zum-schabbat-6723721/schabbat-behar-bechukotai-eine-schule-des-vertrauens.md
Read the agent-friendly Markdown representation of this episode resource.
Summary
Da ich endlich einmal wieder Ferien mache, sende ich heute die Aufzeichnung des Worts zum Schabbat vom 7. Mai 2021. Diese Erklärung erschien noch nicht auf dieser Website. Rabbiner Alexander Nachama entfaltete den Doppelwochenabschnitt Behar-Bechukotai ( 3. Mose 25–27 ) zunächst vom Sabbat- und Jubeljahr her: Alle sieben Jahre soll das Land ruhen, und im fünfzigsten Jahr wird Freiheit ausgerufen, Land kehrt zu den ursprünglichen Familien zurück und hebräische Sklaven erhalten einen neuen Anfang, wie auch die Tora den Schofarruf, die Freilassung und die Rückkehr zum Erbbesitz beschreibt. Nachama betont daran die soziale und ökologische Kraft der Tora: Das Land gehört nicht einfach dem Menschen zur beliebigen Verfügung, sondern die Früchte des ruhenden Landes stehen allen offen, Menschen wie Tieren, und Besitz wird nicht endgültig absolut gesetzt. Gerade das Jubeljahr erscheint so als biblische Utopie gegen Verarmung und Verfestigung sozialer Not: Wer Besitz verloren hat, bekommt nicht nur Mitleid, sondern reale Zukunft, Würde und Rückkehrmöglichkeit. Im zweiten Teil wendet sich Nachama Bechukotai zu, dem Abschnitt über Segen und Fluch: Die Tora verbindet das Leben nach Gottes Geboten mit Regen zur rechten Zeit, Brot zur Sättigung, Frieden, Fruchtbarkeit und der Gegenwart Gottes inmitten des Volkes. Doch Nachama liest dieses Prinzip nicht platt als mechanische Belohnung und Strafe, sondern als Betonung menschlicher Freiheit und Verantwortung: Das Handeln des Volkes hat Folgen für die ganze Gesellschaft, nicht nur das Verhalten eines Königs oder einzelner Mächtiger. Um diese gemeinschaftliche Verantwortung zu erklären, greift er den Midrasch zu den Arba Minim auf: Etrog, Lulaw, Myrte und Bachweide stehen für unterschiedliche Menschen, die zusammengebunden werden müssen, d…