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#89 (de) Wasser und Wintertourismus am Limit: Beschneiung quo vadis?
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- Aug 14, 2025
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Summary
Der Klimawandel verändert den Wasserkreislauf in den Alpen: Dürren, Temperaturen und Wasserknappheit nehmen zu, Schneedauer und -höhe nehmen ab, die saisonalen Abflüsse schwanken stark. Auch der alpine Skitourismus hat sich in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt, vom Skifahren auf reinem Naturschnee zu intensiv beschneiten Pisten mit immer grösser werdenden Wasser-, Energie- und Flächenansprüchen. Hydrologin Carmen de Jong beobachtet diese Entwicklung seit Jahren kritisch. Wir haben sie anlässlich des ZukunftsForum Alpen Liechtenstein 2025 interviewt. Im Gespräch räumt sie mit gängigen Falschangaben auf und kontert diese mit wissenschaftlichen Fakten rund um Wasserverfügbarkeit- und entnahmen, Speicherbecken, Beschneiung und Wintertourismus. De Jong plädiert für verantwortungsvolle Lösungsstrategien und touristische anstatt eines weiteren Ausbaus der Skigebiets-Infrastruktur. Ausserdem sprechen wir mit ihr über die Olympischen Winterspiele und ökologische Sünden, die diese trotz aller öffentlichen Bekenntnisse zur Nachhaltigkeit wiederholt begangen und auch in Milano-Cortina 2026 erneut begehen. Carmen de Jong erhielt 2015 einen Ruf auf die Professur für Hydrologie am Institut für Geoinformation, Stadt und Umwelt an der Fakultät für Geographie und Raumplanung der Universität Strassburg, Frankreich. Sie war zuvor 9 Jahre lang wissenschaftliche Leiterin des Hochgebirgsinstituts und Professorin am Hochgebirgszentrum der Universität Savoyen, Frankreich. Sie forscht seit 35 Jahren über Wasserknappheit und natürliche Gefahren in den Alpen, Rockies und Hoher Atlas und im Rheingraben. Während den letzten 20 Jahren lagen ihre Schwerpunkte u.a. in den Umweltauswirkungen von Kunstschnee, Wintersport und olympischen Winterspielen. Moderation und Produktion: Michael Gams Foto (…